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Artorama-Preis 2025

Der Pebeo-Preis geht an die Künstlerin Léa Belooussovitch, vertreten durch Meessen.
Gleichauf mit dem Künstler Kristian Touborg, vertreten durch Vacancy.

Léa Belooussovitch wurde 1989 in Paris geboren und lebt und arbeitet in Brüssel. Die Werke von Léa Belooussovitch, die eine Ästhetik des Verschwindens heraufbeschwören, hinterfragen unsere Beziehung zur Gewalt von Bildern, die mit gesellschaftlichen Themen verbunden sind, und heben die Verletzlichkeit bestimmter Momente hervor, wodurch sie eine tiefe Menschlichkeit offenbaren.
Ihre Zeichnungen sind von journalistischen Bildern inspiriert, mit leuchtenden Farben, die das extreme Leiden der Menschen unverblümt einfangen. Die Brutalität der visuellen Information, die aus der Fotografie stammt, wird so durch ihre manuelle Übertragung erträglicher.
Das Bild erscheint flüchtig, wie ein Geist, und hinterlässt einen Eindruck seiner Quelle in unserem Gedächtnis. Seine Wirkung liegt in dieser intimen Interpretation einer Geschichte, die so brutal ist, dass sie einen längeren Blick verhindert.
Es ist diese Kluft zwischen dem Referenten und dem Referierten, die das Werk hervorhebt, diese Distanz, die uns entfernt, obwohl wir physisch nah am Werk sind.

Die Arbeit von Léa Belooussovitch transformiert die Wirkung visueller Informationen, indem sie oft schockierende und brutale Bilder in Handzeichnungen übersetzt. Dieser Ansatz macht diese Darstellungen erträglicher, ohne ihre emotionale Intensität zu beeinträchtigen. Durch diese Übertragung schafft sie eine Distanz zwischen dem Betrachter und dem dargestellten Leid und regt zu einer tieferen Reflexion über menschliche Gewalt und Verletzlichkeit an. Indem sie sich vom fotografischen Realismus entfernt, evozieren ihre Werke eine Ästhetik des Verschwindens und betonen die Fragilität der eingefangenen Momente und die Erinnerung, die sie hinterlassen. Dies veranlasst den Betrachter, seine Beziehung zu diesen Bildern zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie sie unsere Wahrnehmung gesellschaftlicher Ereignisse prägen.

Kristian Touborg

Kristian Touborg (geb. 1987 in Roskilde, Dänemark) ist ein zeitgenössischer dänischer Künstler, dessen Arbeit auf gewagte Weise digitale Bildsprache und traditionelle Malerei miteinander verbindet. Er lebt in Kopenhagen und schloss 2016 sein Masterstudium an der Dänischen Kunstakademie, Schule für Design, ab, wo er unter der Leitung von Tal R arbeitete.

Wie kombiniert Kristian Touborg digitale Bildsprache und traditionelle Malerei in seinen Werken?

– Er integriert digitale Materialien (digital bedruckte Stoffe, übertragene Bilder) in physische Trägermaterialien.
– Er kombiniert diese Elemente mit industriell bearbeiteten Oberflächen und zerlegten Leinwänden und schafft so eine hybride Materialpalette.
– Mit Collage- und Überlagerungstechniken fügt er gedruckte Fragmente und Bildschichten zusammen, um reichhaltige Texturen zu erzeugen.
– Er rekonstruiert Leinwände oft in polygonalen Formen und setzt vertraute visuelle Fragmente (historische Referenzen, Stadtansichten) zu neuen formalen Einheiten zusammen.
– Das Ergebnis ist eine Mischung aus ikonischen Bildern und taktilen Materialien: Die digitale Bildgebung liefert die Motive und Referenzen, die Malerei und die manuelle Gestik sorgen für Relief, Oberflächenvariation und physische Präsenz.

Entdecken Sie den Pebeo-Preis der Ausgabe 2024, der an die Künstler Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh und Hesam Rahmanian verliehen wurde.

Entdecken Sie den Pebeo-Preis der Ausgabe 2023, der an den Künstler Nils Alix-Tabeling verliehen wurde.

Entdecken Sie den Pebeo-Preis der Ausgabe 2022, der an die Künstlerin MARINA DE CARO verliehen wurde.

Entdecken Sie die beiden Pebeo-Preise der Ausgabe 2021, die an die Künstler FLORIAN und MICHAEL QUISTREBERT sowie BEA BONAFINI verliehen wurden.